, 11. Oktober 2011EineWelt in concert

Am Samstag, den 15.Oktober wird in der Kreuzkirche ein Stück Afrika lebendig: Die Sängerin  Kareyce Fotso aus Kamerun gibt ein Konzert.
Der Abend steht unter dem Motto “Musik fairbindet” und beginnt um 17 Uhr mit der Vorabendmesse, die unterschiedliche Musikstile miteinander verbindet und in seiner besonderen Ausgestaltung daran erinnert, dass wir als Gemeinde immer verbunden bleiben mit Glaubenden aller Regionen der Erde – mit der Weltkirche.

Das Konzert findet im Anschluss daran um 18.15 statt, in dem die preisgekrönte Solistin traditionell afrikanische Klänge mit Elementen aus Soul und Blues und ihrer kraftvollen Stimme verbindet. Im Anschluss an das Konzert wird es, begleitet von lateinamerikanischer Live-Musik eines Gitarristen aus Münster, Snacks und Fingerfood aus aller Welt geben. Dabei besteht die Möglichkeit, in lockerem Rahmen mit Kareyce Fotso ins Gespräch zu kommen. [mehr…]

, 7. September 2011Brief : Advent 2010

Attat im Advent 2010

 Liebe Verwandte, Freunde/innen und Wohltäter!

Während wir Diese Zeilen schreiben, liegt bei euch reichlich Schnee wie wir durch E-Mails erfahren haben. Bei uns herrscht Trockenzeit. Wegen der Höhenlage (2ooo m) kühlt es nachts stark ab (heute Nacht waren es 6° C) und mittags ist es richtig heiß (heute 30° C), ideales Erntewetter. Das ist es auch, was die Bauern und Landarbeiter Äthiopiens gerade tun, Getreide ernten. Als Konsequenz ist die Ambulanz zur Zeit nicht so voll. Meist sind es Akutkranke, die kommen. Die Leute mit geringeren Beschwerden und chronischen Problemen kommen erst wieder im Januar, wenn die Ernte eingebracht ist. Der Ertrag der Felder in unserer Gegend scheint gut zu sein. Gott sei Dank. Alle beten, dass es keine Gewitter gibt, damit das Getreide nicht umfällt. Hoffen wir das Beste.

Auf die berechtigte Nachfrage, was es bei uns denn Neues gibt, fällt mir als Erstes die Bemerkung eines Gastes ein. Er sagte, „Als ich euch vor 8 Jahren besucht habe, hattet ihr kein Telefon und jetzt könnt ihr sogar E-Mails empfangen, und ich kann auf dem Krankenhausgelände mein Mobiltelefon benutzen.“ Es ist wirklich wahr. Die technische Entwicklung im Land geht rasant schnell. Ich muss oft schmunzeln, wenn ich die Leute barfuss und mit abgenutzter Kleidung beim Telefonieren auf der Veranda unseres Krankenhauses sehe. Und ob man es glaubt oder nicht, die Krankenschwestern haben Plakat auf den Stationen angebracht, dass die Mobils während der Visite ausgeschaltet werden müssen. Die meisten Leute werden diese Plakate zwar nicht entziffern können, aber der Versuch ist lobenswert. Ich schätze, dass etwa die Hälfte unserer 170 Angestellten ein Mobil besitzen, und dass obwohl das Geld in den Familien nie reicht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch jede von uns Schwestern ein Mobil braucht um erreichbar zu sein. Die Kehrseite: in unserer oft überfüllten Ambulanz müssen die Leute jetzt nicht nur auf ihr Geld in der Tasche, sondern auch auf ihr Mobil achtgeben. Der Schwarzmarkt für Mobils floriert.

Apropos Schwestern: da gibt es neige Neuigkeiten. Im Februar konnten wir mit Sr. Senait Mengesha, unsere erste äthiopische Mitschwester, ihr Silbernes Ordensjubiläum begehen. Dazu sind wir gemeinsam in ihr Heimatdorf gefahren. Etwa zeitgleich durfte Sr. Inge Jansen ihr Goldenes Ordensjubiläum mit viel Familienbesuch aus Deutschland feiern. Mit Freude konnten wir Sr. Pushba Baxla, eine 35-jährige Apothekerin und Mitschwester aus Indien, als neues Mitglied in unserer Lebensgruppe und im Krankenhaus begrüßen. Leider brachte uns dieses Jahr die Versetzung von Sr. Walburga Küpper von Äthiopien nach London ins Generalat. Nach mehr als 30 Jahren in Afrika wird sie dort ihre vielen Talente einbringen können. Ihr Weggang ist eine große Umstellung für uns alle hier in Äthiopien. Wir wünschen ihr einen schwungvollen Start im Januar in London.

Wenn Patienten jetzt zum Krankenhaus kommen, sehen sie als Erstes eine große Baustelle. Diejenigen von euch, die einen Internetanschluss haben, können diese Baustelle auf unserer Website (www.attat-hospital.de) ebenfalls sehen. Bei uns ist in der Tat das Baufieber ausgebrochen. Alles begann, wie sooft im Leben, recht klein. Wegen strenger Auflagen von Seiten der Regierung galt es neue Therapieräume und eine separate Wartezone für unsere Tuberkuloseerkrankten zu finden. Aber es gibt keinen einzigen Raum mehr auf dem ganzen Gelände, der nicht schon genutzt und größten Teils sogar schon überfüllt ist. Also begannen vorsichtige Überlegungen, wo man einen Erweiterungstrakt mit ein paar Räumen platzieren könnte. Am Ende vieler Besprechungen, Überlegungen und mit der Ermunterung eines Unterstützerkreises kam dann unser jetziges „Traumprojekt“ heraus. Wenn schon, denn schon. Wenn wir schon bei laufendem Betrieb bauen und improvisieren müssen, dann soll dies auch signifikante Verbesserungen für unsre Patienten und MitarbeiterInnen bringen. Geplant und begonnen ist ein L-förmiger Bau mit zwei Etagen und einem großen zentralen Wartebereich. Das Ganze wird durch überdachte Gänge mit den existierenden Gebäuden verbunden. Das mutige Versprechen des Architekten sieht eine Bauzeit von 16 Monaten voraus. Wir werden sehen. Mehr darüber dann im nächsten Weihnachtsbrief.

Ja, der laufende Betrieb. 67.500 Patienten in der Ambulanz, 6.800 stationäre Patienten, 1.600 große Operationen und 4.820 kleinere und mehr als 1.700 Geburten halten uns alle gut auf Trab. Fast 14.000 HIV-Test wurden in unserem Krankenhaus durchgeführt. Das Ziel ist, dass jeder Patient, der ins Krankenhaus kommt, seinen HIV-Status wissen sollte. Die Positivrate lag in diesem Jahr bei 2 % und ist damit nicht gestiegen. Dieses Ergebnis zeigt, dass sich die massiven Anstrengungen im HIV-Bereich lohnen, wobei die 862 AIDS-Kranken in unserem Sonderprogramm (Anti-Retroviral-Therapie) eine große Herausforderung bleiben.

Während der letzten zwei Tage hatten wir erneut einen ausführlichen Kontrollbesuch von Seiten der Regierung. Von den Mitliedern dieser Delegation wurde lobend erwähnt, wie gut das Vorsorgeprogramm mit dem kurativen Aspekt des Krankenhauses verzahnt ist und welchen enormen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung unser Brunnenprojekt darstellt. Des weiteren wurde vorgeschlagen, dass wir den Radius der Arbeit der dörflichen Frauengruppen erweitern. Ihrer Meinung nach sei der Beitrag des Mini-Kredit-Systems (revolving fund) in den Gruppen und die Zusammenarbeit und Fortbildung der Frauen ein wesentlicher Schlüssel bei der Armutsbekämpfung. Obwohl wir diese offiziellen Besuche oft eher als lästiges Übel ansehen, hat uns diese Rückmeldung ermutigt und gefreut. Natürlich haben wir erwähnt, dass das alles nicht mögliche wäre, wenn wir nicht von einem Netz von Wohltätern in Europa getragen würden.

Diese Woche begann eine einmonatige Fortbildung für die Dorfgesundheitshelferinnen betreffend Schwangerenvorsorge und Entbindung. Erfahrende Mitarbeiter/Innen des Krankenhauses geben das Seminar. Neben der fachlichen Weiterbildung ist somit auch ein persönliches Kennenlernen möglich und hoffentlich für eine gute Zusammenarbeit förderlich. Das Wartehaus für die Risikoschwangeren wird zwar erfreulich gut genutzt (619 Aufnahmen in diesem Jahr) aber Verbesserungen im Überweisungssystem sind immer möglich und nötig.

In Sachen Aus- und Weiterbildung geht es gut weiter. Sr. Inge hat mit vier Leuten Verstärkung im Büro bekommen. Zwei davon sind behinderte Jugendliche, die es mit Willenskraft und Fleiß zum Berufsabschluss gebracht haben. Des weiteren fangen diese Woche acht frisch examinierte Krankenpfleger und Hebammen ihren Dienst an. Einige von ihnen sind Kinder unserer langjährigen Angestellten. Wir sind gespannt, wie es sein wird, wenn z.B. in der Operationsabteilung der Vater seinem Sohn beibringt, wie man korrekt Zähne zieht, usw….

Eine große Gruppe von Jugendlichen aus der Umgebung hat im Oktober ihre Ausbildung begonnen. Die Frauen werden Hebammen und die männlichen Bewerber sind vorwiegend in handwerkliche Berufe geschickt worden. Wir haben nämlich so langsam genug Pflegepersonal, aber akuten Mangel an Leuten, die eine Elektroleitung oder ein Auto reparieren können.

Was bleibt? Es bleibt ein herzliches Danke zu sagen für die vielfältige Unterstützung, auf die wir auch in diesem Jahr zurückschauen dürfen. Danke fürs Mitbeten, Mitdenken, Ideen Teilen, Vertretung übernehmen, Vorträge halten und dabei über Attat erzählen, die Initiativen in Pfarreien und Gruppen, für die Mitarbeit an unserer Website, für so manches Päckchen und so manchen Brief. Wir spüren deutlich, dass wir nicht allein sind, sondern getragen von einem großen Netz guter Menschen, die in Solidarität global denken und handeln.

Gerne erneuern wir unser Gebetsversprechen für jede einzelne Person aus eurem Kreis und für eure Familien. Gott ist es, der Menschen Gesundheit schenkt, wir dürfen dies täglich erleben. Gott ist es, der Euch alles Gute überreich vergelten wird, seinem Schutz vertrauen wir euch an.

Eine gute Advents- und Weihnachtszeit und Gottes Geleit durchs neue Jahr wünschen euch/Ihnen mit viel Dankbarkeit im Herzen

Sr. Inge Jansen                         Sr. Rita Schiffer

, 7. September 2011Zusammenfassung des Jahresberichts vom Attat Krankenhaus über die Aktivitäten im Jahr 2010

Das Attat Krankenhaus liegt 175 km südwestlich von der Hauptstadt Addis Abeba. Es ist seit 41 Jahren in Betrieb und gehört der katholischen Kirche Äthiopiens. Die Missionsärzlichen Schwestern haben das Krankenhaus gegründet und sind weiterhin in leitender Funktion.

Das gesamte Projekt (kurative und präventive Seite) hat 159 Mitarbeiter.

55 Prozent der Einnahmen des Krankenhauses sind Patientenbeiträge, der Rest der Kosten wird durch Spenden gedeckt. Das Krankenhaus ist die nächst höhere Überweisungsinstanz für 23 größere und kleinere Gesundheitszentren. Unser Einzugsgebiet wird auf 1.000.000 Einwohner geschätzt.

Im Jahr 2010 kamen 71.171 Personen in die Krankenhausambulanz, dies ergibt in unserer 5-Tage-Woche einen Tagesdurchschnitt von 283 Personen. Die häufigsten Diagnosen in der Ambulanz waren Atemwegsinfekte, Probleme des Verdauungstraktes, Blasen- und Nierenbeschwerden. Malaria lag dieses Jahr nur an fünfter Stelle.

Das Krankenhaus hat 65 Betten. Im Haus für Risikomütter gibt es 44 zusätzliche Betten und elf Betten in der Abteilung für fehlernährte Kinder.

6.725 Patienten wurden stationär behandelt. Die Belegungsrate betrug 102 Prozent. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt 3,6 Tage. Der Hauptgrund zur Aufnahme sind Probleme im Rahmen von Schwangerschaft und Geburt, gefolgt von Infektionserkrankungen aller Art mit Malaria an erster Stelle. Die Haupttodesursache bei den stationären Patienten war Malaria, gefolgt von Lungenentzündung, Bluthochdruck, vor allem Schlaganfall und AIDS-Patienten.

In unserem einfachen Operationssaal konnten 1.649 große Operationen und 5.05 kleinere Eingriffe durchgeführt werden. Die häufigste Operation ist ein Kaiserschnitt (507). Bei den kleinen Eingriffen steht das Ziehen kranker Zähne (1.791 Patienten) an erster Stelle.

Es fanden 1.814 Geburten statt, davon waren 1.115 (61,4 Prozent) mit Komplikationen verbunden. Bei normalem Schwangerschaftsverlauf ist die Hausgeburt die Regel, meist betreut von traditionellen, aber von uns geschulten Hebammen (33 Frauen in den umliegenden Dörfern).

Es wurden 13.642 HIV-Tests durchgeführt. Die Positivrate in der Gruppe, dies sich zum Beispiel vor der Heirat freiwillig testen lassen (Voluntary Testing and Councelling VCT) betrug 1,7 Prozent. Die Gesamtpositivrate aller getesteten Personen liegt ebenfalls bei 1,7 Prozent. 957 AIDS-Patienten erhalten Anti-Retroviral Therapie (ART) in unserem Sonderprogramm.

Attat hat ein großes Integriertes Gesundheitsprogramm in Zusammenarbeit mit 28 umliegenden Dörfern.

Zum Programm gehören eine sichere Wasserversorgung mit 144 Brunnen, die alle funktionsfähig sind und instandgehalten werden.

Frauenarbeit“: 3.292 Frauen sind in 29 Frauengruppen organisiert, ein Aspekt dieser Arbeit sind Kleinkredite aus dem „revolving fund“, den die Frauen selbst verwalten, zur Zeit sind zinslose Darlehen in Höhe von 300-400 (zirka 20-30 Euro) möglich.

Es gibt 28 „Erste Hilfe Stationen“, die mit von uns ausgebildeten Dorfgesundheitshelfern besetzt sind. Zusätzlich hat die Regierung in einem landesweiten Programm eigene Gesundheitshelfer mit einjähriger Ausbildung im Einsatz. Im Dorf werden Bagatellleiden wie Kopfschmerzen, kurzzeitiges Fieber, Würmer, kleine Wunden und unkomplizierte Augenentzündungen, etc. behandelt. Dies erspart vielen Menschen den Weg in die Krankenhausambulanz. Diese „Erste Hilfe Stationen“ sind nicht mit den qualifiziert geführten Gesundheitszentren und Kliniken, die zu uns einweisen, zu verwechseln.

An erster Stelle steht natürlich Gesundheitserziehung. Die behandelten Themen sind: AIDS, Tuberkulose, Impfungen, Sauberkeit, schädliche, traditionelle Praktiken, Familienplanung, Kinderversorgung, Toilettengebrauch, Durchfallererkrankungen, Malaria, Augenleiden, usw.

Im Haus für Risikoschwangere stieg die Aufnahmerate auf 642 Frauen an. 40 Prozent dieser Frauen brauchten einen Kaiserschnitt..

Im Zentrum für fehlernährte Kinder wurden 69 Kinder mit einer Begleitperson aufgenommen und nach Besserung des Ernährungszustandes in den Dörfern nachbetreut.

All dies und mehr ist durch das Teilen großzügiger Menschen möglich.

Dank dafür.

, 15. Oktober 2009Wir sagen Danke!

Durch zahlreiche Aktionen vieler Gruppen unserer Gemeinde, Vereine, sowie großzügige Spenden von privater Seite, Verkaufserlösen und Kollekten konnten wir die stolze Summe von 29.000 Euro sammeln.

Allen gilt unser herzlicher Dank!

Die Planungen den HospitalBus nach Äthiopien zu schicken, laufen. Bis zum Jahresende soll der Bus per Schiff den Weg zu Sr. Rita antreten …

, 22. März 2009Jubiläumsaktion 2009: Ein HospitalBus für Äthiopien

Jubiläumsaktion 2009: Ein Hospitalbus für Attat+++ Aktueller Spendenstand: 29.000 Euro +++

In dem 25. Jubiläumsjahr haben wir als EineWeltKreis ein neues Vorhaben. Um zu den insgesamt 19 Gesundheitsstationen zu gelangen, die in großer Entfernung zum Krankenhaus liegen, sind die Schwestern im Krankenhaus Attat, Äthiopien auf einen funktionstüchtigen Bulli angewiesen. Da das momentane Auto, mit dem die Schwestern zu den Menschen gelangen können, sozusagen in den letzten Zügen liegt, möchten wir in einer gemeinsamen Aktion der ganzen Gemeinde dafür sorgen, dass wir in diesem Jahr einen neuen Bulli nach Äthiopien bringen. Die Firma Bertels unterstützt uns dabei großzügig, einen für das Land und den Zweck tauglichen Wagen zu erwerben. [mehr…]

, 3. Februar 2009Brief zum Advent 2008

Wenn du liebst

Wenn du wirklich liebst,
bist du erfinderisch.

Wenn du liebst,
versuchst du zu verstehen,
bist du interessiert.

Wenn du wirklich liebst,
bist du geduldig,

bist du langmütig,
passt du dich an.

Wenn du liebst,
möchtest du geben,
bist du unermüdlich,
selbstlos und großzügig.

Wenn du liebst,
versuchst du,
wirklich zu dienen
und nicht nur zu arbeiten.

Man schon sich selbst nicht,
wenn man liebt …

Anna Dengel

Advent 2008

Liebe Freunde, Wohltäterinnen und Verwandte!

Dieses Jahr beginnt unser Weihnachtsrundbrief mit einem Text unserer Ordensgründerin, Dr. Anna Dengel, einer Tiroler Ärztin. Die Missionsärztlichen Schwestern in Deutschland haben in diesem Jahr dankbar auf 50 Jahre Wirkungsgeschichte zurückgeblickt. Wir freuen uns über dieses Jubiläum und staunen mit Ihnen ber Gottes Geleit und die vielen Menschen, die Teil dieser Geschichte sind. [mehr…]